Ein Quantum Hoffnung: Kann Wahlsieger Barack Obama die Welt verändern?

So viel geweint wurde schon lange nicht mehr. Als Barack Hussein -Obama in der Nacht auf Mittwoch vergangener Woche in seiner Siegesrede eine neue, eine bessere Welt versprach, vergossen nicht nur viele der fast 200.000 Anhänger, die im Chicagoer Grant Park zusammengeströmt waren, Tränen – Tränen des Glücks, Tränen der Rührung. Weltweit weckte der Triumph des eleganten Mannes mit der dunklen Hautfarbe, die nunmehr zur Realität gewordene Perspektive, dass die Ära von George W. Bush definitiv zu Ende ist und demnächst ein demokratischer Erneuerer ins Weiße Haus einziehen wird, tiefe Emotionen.

Von den Pariser Bistros bis in die Slums von Rio, von den afrikanischen Dörfern bis zu den Moskauer Bars und den westeuropäischen Mittelstandswohnungen – überall verfolgten die Menschen gebannt die Wahlnacht. Bob Worcester, Chef des Londoner Umfrageinstituts Mori, hat „noch nie eine Wahl gesehen, die so viele Menschen in so vielen Orten der Welt so interessiert hat“.