Ein Quantum Hoffnung: Kann Wahlsieger Barack Obama die Welt verändern?

Dass die US-Präsidentenwahl 2008 mehr als ein inneramerikanisches Ereignis war, zeigte sich nicht nur in den internationalen Umfragen, die Obama schon im Vorfeld gewaltige Mehrheiten ausgewiesen hatten, sondern auch in den Gratulationen, die Obama aus den Staatskanzleien aller Kontinente empfing: Diesmal waren es keine ritualisierten Pflichtübungen. Symptomatisch das Telegramm von Umaru YarA’dua, dem Präsidenten Nigerias, in dem er Obama dazu beglückwünschte, dass mit seiner Wahl „endlich die größte Barriere von Vorurteilen in der Menschheitsgeschichte überwunden“ wurde.

Die „Saudi Gazette“ schrieb: „Obama hat für die ganze Welt gesiegt, nicht nur für Amerika.“ Und der ehemalige britische Außenminister Sir Malcolm Rifkind erklärte, Obamas Sieg sei dramatischer und wichtiger als jener von John F. Kennedy vor 47 Jahren: Obama habe nicht nur Kennedys Qualitäten, zusätzlich hebe „seine Wahl das Selbstbewusstsein und die Würde von Schwarzen und anderen bislang unterdrückten Ethnien – und zwar nicht nur in Amerika, sondern überall, wo sie Diskriminierung erfahren“.