Ein Quantum Hoffnung: Kann Wahlsieger Barack Obama die Welt verändern?

Noch bevor Obama auch nur in die Nähe des Weißen Hauses gekommen ist, noch bevor er irgendeine realpolitische Entscheidung hätte treffen können, hat er schon die Welt verändert. Seit vergangenem Dienstag gilt die bisherige Farbenlehre nicht mehr, nach der Weiß oben steht, Schwarz, Braun, Gelb und Rot dagegen unten zu finden sind. Nun sei auch symbolisch die Welt der Sklaverei, die Welt des Kolonialismus untergegangen, freut sich der marokkanische Zeitungsverleger Ahmed Benchemsi.

200 Jahre seien im Weißen Haus eine Reihe von weißen Männern mit Namen wie Washington und Jefferson, Clinton und Bush gesessen. „Jetzt versucht Asien, Obama wegen seiner indonesischen Kindheit für sich zu reklamieren, Afrika liebt ihn wegen seines kenianischen Vaters und der Nahe Osten wegen seines Mittelnamens Hussein.“ Jeder US-Präsident habe beansprucht, der Führer der Welt zu sein. „Mit Obama hat die Welt kein Problem“, meint Benchemsi: Er sei der zeitgemäße Mann in unserer globalisierten Welt.