Ein Quantum Hoffnung: Kann Wahlsieger Barack Obama die Welt verändern?

Stereotype. Noch vor wenigen Wochen war der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad fest überzeugt, dass Obama es nicht schaffen werde: „Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die USA erlauben, dass ein schwarzer Mann Präsident werden könnte.“ Der Perser stand mit dieser Meinung nicht allein da. Obama als Präsident – das widerspricht eklatant dem gängigen Amerika-Stereotyp, das unter George W. Bush so realitätsnah schien: Amerika als Goliath, der skrupellos über den Planeten jagt, seine engen nationalen Interessen verfolgt und Rassismus und Bigotterie pflegt. Es gibt aber ein zweites Stereotyp: Amerika als das Land der Träume, der Freiheit und Demokratie, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

„Obama verkörpert in wunderbarer Weise das Wunschbild von den USA“, schwärmt der ehemalige -Vize-Generalsekretär der Vereinten Nationen, Shashi Tharoor. „Diese Wahl ist eine unbezahlbare PR-Aktion für Amerikas Soft Power.“ Tatsächlich scheint Obama allein durch seine Wahl viel von jenem Vertrauen der Welt in die USA zurückgewonnen zu haben, das Bush in den vergangenen Jahren so spektakulär verspielt hat.