Ein Quantum Hoffnung: Kann Wahlsieger Barack Obama die Welt verändern?

Wie er außenpolitisch konkret agieren wird, kann noch nicht gesagt werden. Einige Grundlinien zeichnen sich freilich schon ab: Mit dem militaristischen Kurs der imperialen Alleingänge – einer Politik, von der selbst Bush in seiner zweiten Amtszeit bereits ein wenig abgehen musste – ist nun endgültig Schluss. Strobe Talbott, Vize-Außenminister unter Bill Clinton, ist sich sicher: „Das wird eine Administration sein, die zurückkehrt zum traditionellen amerikanischen Internationalismus, etwas, was man in den vergangenen acht Jahren so schmerzlich vermissen musste.“ Die neue Regierung wird mit den internationalen Organisationen, die in der Bush-Ära teilweise zu Gegnern Amerikas hochstilisiert wurden, enger zusammenarbeiten, die Beziehungen zu den traditionellen Verbündeten – allen voran in Europa – in verstärktem Maß wieder pflegen. Und gegenüber den tatsächlichen oder vermeintlichen Feinden Amerikas wird Obama auch grundlegend anders vorgehen als sein Vorgänger George W. Bush.