Fanta und Gänswein: Was Sie schon immer über Papst Benedikt XVI. wissen wollten

Wo kauft der Papst seine Sonnenbrillen?

Schon in den ersten Wochen seiner Amtszeit fiel Papst Benedikt durch sein ausgeprägtes Modebewusstsein auf. So wurde er bereits in feuerroten Prada-Schuhen und mit Sonnenbrillen der amerikanischen Firma Serengeti-Bushnell gesichtet. Um zu verhindern, dass der Papst als Werbeträger missbraucht wird, entfernen seine Haushälterinnen vor der Benützung jedoch sämtliche Markenlogos aus den päpstlichen Kleidungsstücken. Wirkliche Modeeskapaden bleiben dem Papst ohnehin versagt: Selbst nach Dienstschluss trägt Benedikt der Etikette entsprechend stets Weiß. Dabei würde es im Vatikan nicht an Shoppinggelegenheiten mangeln: Im Bahnhof des Vatikans gibt es auch eine Edelboutique, in der sich Bischöfe aus aller Welt mit Maßanzügen und Markenaccessoires versorgen. Das „Päpstliche Kaufhaus“ erfreut sich auch deshalb größter Beliebtheit, weil im Vatikan keine Mehrwertsteuer eingehoben wird und Luxusartikel damit bis zu 20 Prozent günstiger zu haben sind.

Für Aufsehen sorgte Papst Benedikt auch mit seinen ungewöhnlichen Kopfbedeckungen: Im Wanderurlaub trug er eine Baseballmütze von Adidas, im Dienst den Camauro, eine dunkelrote, samtene Kopfbedeckung mit Hermelinfütterung, die im späten Mittelalter durchaus üblich, im 19. Jahrhundert allerdings weitgehend von der Bildfläche verschwunden war. Manche Medien fühlten sich auch an den Weihnachtsmann erinnert.