kanon

7 Sunrise

Friedrich Wilhelm Murnau, USA 1926

Ein Melodram, eine Geschichte von reiner Liebe und mörderischer Begierde: Ein junger Bauer wird, irgendwo in den Sümpfen, verführt und fast zum Mord an seiner Frau getrieben. Die Vernunft siegt. Gemeinsam unternehmen die Eheleute (George O’Brien, Janet Gaynor) eine Reise in die große gläserne Stadt, aber nach einem Tag des Glücks holt das Schicksal die beiden wieder ein. Die nächtlich-nebelige Sumpflandschaft, in der der Prolog dieser Erzählung spielt, ist ein Ort des Begehrens und des Untergangs. Alles an Murnaus Natur ist Kunst: „Der Mond in den Nächten hier“, schreibt Fritz Göttler, „ist gemalt, aber das Wasser, in dem er sich spiegelt, wird von seinem Licht bewegt.“