KLICK: Vier Beispiele des Raucherlebens:
Dieter Chmelars 'orales Vermissungserlebnis'

Franz Fuss, 49

Seit seinem 14. Lebensjahr ist der Mess-Regeltechniker starker Raucher. Nur im Krankheitsfall schaffte er es, nicht zu rauchen. „Es ging mir bereits nach einer Woche besser“, berichtet Fuss. Doch weniger die verbesserte Lebensqualität als vielmehr der Anreiz, aus mentaler Stärke die Sucht zu bezwingen, motivierten den Techniker, mit dem Rauchen aufzuhören. „Ich habe einfach aufgehört“, erzählt Fuss, der auf unterstützende Mittel verzichtete, da das für ihn nur ein „blöder Schmäh“ ist, mit dem sich die Betroffenen selbst belügen. Der körperliche Entzug, mit dem er dabei gerechnet hatte, stellte sich nie ein: „Das hat mich darin bestätigt, dass alles eine geistige und weniger eine körperliche Angelegenheit ist.“ Denn wenn bei ihm, der 35 Jahre lang bis zu zwei Packungen am Tag geraucht hat, keine heftigen Entzugserscheinungen auftreten, dann würden sie auch bei keinem anderen auftreten. Doch aus ähnlichen Gründen, aus denen er aufgehört hat, fing Fuss wieder an zu rauchen: „Es hat mich gegiftet, dass mein Umfeld den Entzug nicht geschätzt hat.“

WEITER: Silvia Kunov