KLICK: Vier Beispiele des Raucherlebens:
Dieter Chmelars 'orales Vermissungserlebnis'

Silvia Kunov, 43

Die zweifache Mutter und Hobbymalerin hatte mit 21 zu rauchen begonnen. Seither versuchte sie sich mit verschiedenen Methoden zu entwöhnen, die jedoch allesamt nicht den gewünschten Effekt erzielten: Vom Nikotinpflaster bekam sie Kopfweh, der Nikotininhalator bescherte ihr außerdem Übelkeit: „Das war bestimmt giftiger als eine Zigarette.“ Von einer missglückten Akupunktur trug sie schließlich schmerzhafte Entzündungen im Kopfbereich davon. „Mir rann der Eiter aus den Ohren“, so Kunov. Zweimal schaffte sie in der Zeit den Entzug jedoch ohne Unterstützung durch gewisse Mittelchen: „Ich wollte einfach von selbst aufhören.“ Der Entschluss, wieder anzufangen, kam jedoch durch Gewichtsprobleme. „Das Rauchen regt bei mir den Stoffwechsel an“, meint Kunov und erklärt weiters, „statt zur Zigarette griff ich eben zu Soletti.“ Und um nicht dick zu werden, begann sie jeweils wieder in reduzierter Form zu rauchen.

Text: Robert Buchacher und Tina Goebel