Obamas Team der politischen Vielfalt:
Kann das Kabinett den Wandel schaffen?

In der amerikanischen Geschichte wurde bisher noch nie so schnell nach der Präsidentenwahl eine Regierungsmannschaft zusammengestellt. Bis zum Heiligen Abend wird Barack Obamas Kabinett stehen. Und es sieht ganz danach aus, als ob der am 4. November neu gewählte amerikanische Präsident sein Versprechen hält, ein „Kabinett der starken Köpfe“ und ein „Team der Vielfalt“ zu bilden. Und zwar sowohl was Ethnien und Religionen als auch politische Gesinnungen betrifft. Und: Frauen verantworten zentrale Ämter. Mit Hillary Clinton als Chefin des State Department und Susan Rice als US-Vertreterin bei den UN wird die amerikanische Außenpolitik weitgehend in weiblicher Hand liegen. Dass Obama ein starkes Team braucht, ist klar: Konfrontiert mit einer Weltwirtschaftskrise, zwei Kriegen und der Notwendigkeit einer Energiewende, gilt es, schnell und entschieden zu handeln. Noch ist die US-Öffentlichkeit von Obama begeistert – von seinem Wahlsieg und von der Eleganz, mit der er bisher in der Transition-Phase agiert. Aber vereinzelt taucht schon Kritik an seinen Personalentscheidungen auf – und die kommt meistens von links: Wie können Ökonomen wie der designierte Wirtschaftsberater Lawrence Summers und der kommende Finanzminister Timothy Geithner den verheißenen „Change“ vollziehen – beide alte „Clintonianer“, die mit schuld sind an der letalen Deregulierung der Finanzmärkte? Wird Obama mit seiner einstigen Rivalin Hillary Clinton als Außenministerin tatsächlich die fundamentale Wende in der Außenpolitik vollziehen? Der deutsch-französische Grün-Politiker Daniel Cohn-Bendit versteht Obama: „Um vorwärtszukommen, muss er in der Mitte regieren. Er muss die Märkte beruhigen. Nur mit der Stabilität im Rücken kann er selbst die Initiative ergreifen.“ Hier die Kurzporträts der wichtigsten Personen, die Amerika in der nun anbrechenden Obama-Ära politisch führen werden.

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