Obamas Team der politischen Vielfalt:
Kann das Kabinett den Wandel schaffen?

Die schwarze Powerfrau

Susan Rice, 43: Botschafterin bei den UN

Beide Frauen haben den gleichen Nachnamen und sind Expertinnen für Außenpolitik, beide kommen aus afroamerikanischen Familien und studierten an der Stanford-Universität: Aber Susan Rice, die Frau, die demnächst (im Rang eines Ministers) die USA als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertreten wird, ist nicht mit der abtretenden Außenministerin Condoleezza Rice verwandt. Susan Rice, die enge Vertraute und Beraterin Obamas während des Wahlkampfs, die vielfach als dessen „außenpolitisches Gehirn“ bezeichnet wird, ist trotz ihrer Jugend eine Veteranin der Washingtoner Polit-Szene. Bereits mit 29 Jahren saß die Politologin (sie machte ihr Doktorat in Oxford) in Clintons Sicherheitsrat. Ihr Spezialgebiet: Afrikapolitik. Außenministerin Madeleine Albright holte sie 1997 als Assistant Secretary of State for African Affairs in die Regierung. Die Tochter eines Akademiker-Ehepaars aus Washington (der Vater war Notenbank-Gouverneur, die Mutter Bildungsexpertin) teilt mit Obama die vehemente Opposition gegen den Irak-Krieg. Rice gilt als brillanter Kopf. Sie kämpfe für ihre Überzeugungen und nehme dabei selten ein Blatt vor den Mund, heißt es. Bushs Außenpolitik hält sie für „dumm“ und „gefährlich“. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.