Öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Krise:
Die Rettungsmodelle der Medienexperten

Horst Pirker, „Styria“-Chef, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ)

1 Sich auf ein klares öffentlich-rechtliches Profil zu konzentrieren.

2 Mitarbeiter abzubauen ersetzt keine Strategie. Es wäre zuerst einmal zu klären, was aus dem ORF kurz-, mittel- und langfristig werden soll. Dann erst kann und muss man über Maßnahmen nachdenken. Ohne die notwendigen strategischen Klärungen sind Sparmaßnahmen Willkür, insbesondere dann, wenn man damit nicht gleich ganz „oben“ beginnt.

3 Überall dort, wo der öffentlich-rechtliche Boden verlassen wird, wo angeboten wird, was der Markt ohnedies auch liefert.

4 Das muss überhaupt nicht sein. Entscheidung ist einfach, Redundanzen zum Markt zu vermeiden.

5 Nein; der ORF könnte gerade auch heute und morgen identitätsstiftend für Österreich und sein Gemeinwesen sein. Private Investoren können ihn in dieser zentralen Funktion nicht glaubwürdig absichern.

Koordination: Otmar Lahodynsky und Tina Goebel