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Schmäh 3: Die Berechnung der Steuer ist auf einem Bierdeckel möglich

Dem leutseligen Staatssekretär ist ein echter Marketing-Gag gelungen. Doch am Stammtisch wird das fröhliche Bierdeckel-Kritzeln erst gar nicht beginnen, weil die wahren Hürden vor der Anwendung des hoch gelobten Formeltarifs zu überwinden sind. Ausgangspunkt für die Finz’sche Berechnung ist nämlich das zu versteuernde Einkommen, also der Bruttolohn minus Sozialversicherungsbeiträge, Kammerumlage, Wohnbauförderungsbeitrag, 13. und 14. Gehalt (samt Sonderbesteuerung und spezifischer Sozialversicherungsabgaben), sonstige Absetzbeträge (Werbe- oder Sonderausgabenpauschale ...), Freibeträge und Freigrenzen. Alles klar?

Sind diese Petitessen einmal auf dem Bierdeckel gegriffelt, kommt die „Durchschnittsteuersatztarifformel“ (www.bmf. gv.at/presse/Formel.pdf) zur Anwendung: Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 25.000 Euro heißt die Formel „(Einkommen-10.000)/15.000)*5.750“, bei Einkommen zwischen 25.000 und 51.000 Euro heißt es dann „((Einkommen-25.000)/26.000)*11.335+5.750“.

Probieren Sie es aus, Ihre Steuererklärung auf einen Bierdeckel zu pressen. Es lohnt sich übrigens: Mit der Tarifreform wird gleichzeitig die Biersteuer um 0,08 Prozentpunkte gesenkt. Aber nehmen Sie Ihren Steuerberater ins Wirtshaus mit.