Umwelt: Heiße Luft

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ)

„Insgesamt geht es um nicht weniger als darum, die Energiebasis der Industriegesellschaft umzubauen, die Energieeffizienz zu erhöhen und den Energieverbrauch entscheidend zu reduzieren. Wesentlich ist zudem, dass in den letzten Jahren der Gegensatz zwischen Umwelt- und Wirtschaftsinteressen weitgehend aufgehoben werden konnte. Klimaschutz ist heute Teil einer wirtschaftlichen Strategie für Wachstum und Beschäftigung […].“

Wohnen/Heizen: k. A.

Elektrogeräte/Beleuchtung: k. A.

Essen: k. A.

Verkehr: k. A.

Experten: Ja, wir brauchen neue Technologien. Und ja, die Energieeffizienz muss rauf; der Verbrauch runter. Da hätten die Klimaforscher auch gleich eine Frage: „Warum fährt der Bundeskanzler eigentlich keinen Dienstwagen mit Hybridantrieb?“ Damit könne man den Verbrauch gegenüber herkömmlichen Karossen nämlich auf die Hälfte drosseln. Schön finden die Umweltforscher den vom Klimaschutz zu Beschäftigung und Wachstum gespannten Bogen. Noch sei der Widerspruch zwischen Umwelt und Ökonomie aber nicht aufgehoben: Trotz jüngster Teuerungswellen kostet Energie – inflationsbereinigt – heute so viel wie vor 40 Jahren. Die Arbeitskraft verteuerte sich indessen über der Inflationsrate. „Wo sind die Maßnahmen, um Treibhausgasemissionen vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln?“ Im Energiebericht 1990 bekannte sich die damalige Regierung dazu, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2005 um 25 Prozent zu senken. Seither sei leider viel zu wenig passiert.