Umwelt: Heiße Luft

Sozialminister Erwin Buchinger (SPÖ)

Wohnen/Heizen: „Kleine Wohnung (46m2), Fernwärme.“

Experten: 46 Quadratmeter sind bescheiden; Fernwärme ist ökologisch sinnvoll, weil die Energie ein Nebenprodukt der Müllverbrennung ist.

Elektrogeräte/Beleuchtung: „Ich drücke bei meinen Elektrogeräten die Off-Taste und vermeide die Stand-by-Funktion; alle Lichtquellen mit Energiesparlampen; keine Halogenleuchten, wo der Transformator viel Strom braucht […] Trockner verwende ich keinen; ich schwöre auf die gute, alte Wäscheleine.“

Experten: Mustergültig. Wie Regierungskollege Josef Pröll verzichtet Buchinger auf einen „Energieverschleuderer ersten Ranges“: den Trockner. „Es gibt keinen besseren Beitrag zum Klimaschutz als Nichthaben.“

Essen: „Saisonales Obst und Gemüse aus heimischem Anbau. Exotische Früchte oder Erdbeeren im Dezember müssen nicht sein. Auch Fleisch kommt nicht jeden Tag auf den Teller.“

Experten: „Endlich einer, der über Fleisch diskutiert.“ Die Gretchenfrage beim Essen lautet: Tierisches – ja oder nein? Nein, wir „müssen nicht alle Vegetarier werden. Es geht um die Mengenverhältnisse.“ Der Durchschnittsösterreicher lädt sich fünfmal in der Woche Fleisch auf den Teller. Um ein Kilo davon zu erzeugen, braucht man etwa zehn Kilo Pflanzen.

Verkehr: „Privat habe ich kein Auto, aber ich leiste mir ein Motorrad. Das muss einfach sein! […]“

Experten: Wenn Wissenschaftsminister Johannes Hahn zwei Stunden mit dem Motorboot übers Wasser brettert, verbraucht er so viel Sprit wie Buchinger für 1000 Kilometer. Die Zeit für solche Langstrecken muss sich der Minister erst einmal abzwacken. Fazit: „Es sei ihm gegönnt.“