Umwelt: Heiße Luft

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP)

Wohnen/Heizen: „[…] Wohnung über zwei Stockwerke, an die 140 m2. Erster Stock bestens saniert, oberer harrt einer Sanierung.“

Experten: Leider sagt er nicht, wie viele in der Wohnung leben.

Elektrogeräte/Beleuchtung: „[…] schaue beim Kauf von Elektrogeräten auf Energieeffizienz. Nur sind manche noch aus einer Zeit, wo es kein Gütesiegel gab. Mein letzter Handgriff vor dem Zubettgehen ist es, den zentralen Abschalter zu drücken. Damit ist sichergestellt, dass kein Gerät auf Stand-by ist.“

Experten: Schluck. Die Geräte müssen ziemlich alt sein, das Gütesiegel gibt es „sicher schon zehn Jahre“. Trotzdem raten die Umweltexperten nicht zur radikalen Entrümpelung. Die Herstellung verbraucht Energie, eine Anschaffung amortisiert sich erst nach ein bis zwei Jahren. Manchmal auch nie. Dann nämlich, wenn die alte Kühltruhe zur Zweittruhe im Keller wird.

Essen: „[…] kein Gemüse aus italienischen Glashäusern, wenn bei uns Gurkensaison ist.“

Experten: Es gilt das schon Gesagte.

Verkehr: „[…] Im Urlaub am liebsten Segelboot; gelegentlich Motorboot. Ich stehe dazu; neueste Entwicklungen haben es umweltfreundlicher gemacht.“

Experten: Motorboote sind nur umweltfreundlich, wenn sie in der Bugwelle dahintuckern. In Gleitfahrt mit zum Beispiel 60 Sachen brauchen sie fünf- bis zehnmal so viel Sprit wie ein Auto. Ein Boot kann 80 bis einige 100 PS haben. Im Unterschied zum Automotor, der meistens in einem Teillastbereich arbeitet, fährt es fast durchgängig in Volllast. Alles in allem ein CO2-aufwändiges Freizeitgerät. Gegen ein paar Stunden Spaß im Jahr sagen die Experten nichts: „So viel wird er schon nicht fahren.“