Umwelt: Heiße Luft

Innenminister Günther Platter (ÖVP)

Wohnen/Heizen: „Mein Haus, das ich 1991 mit meiner Frau errichtet habe, hat eine Ölheizung. Es wurde nach dem damals neuesten Stand isoliert. Wohnfläche 140 m2.“

Experten: Eine Ölheizung ist nicht gerade das Nonplusultra. Der Kessel hat 16 Jahre auf dem Buckel. Insgesamt keine prächtige Ökobilanz. Für das Haus spricht: Die ökologisch miese Periode lag zwischen 1950 und 1970.

Elektrogeräte/Beleuchtung: „Selbstverständlich schauen wir beim Kauf auf die Energieeffizienz; wir verwenden Energiesparlampen.“

Experten: Zwei löbliche Maßnahmen.

Essen: „[…] Als jemand, der in einem Transitland lebt, schaue ich drauf, dass etwa Äpfel, die ich kaufe, nicht aus China oder Neuseeland kommen, sondern aus Österreich oder Südtirol. Essen wegzuschmeißen tut mir im Herzen weh. […] Wenn es sich nicht vermeiden lässt, zumindest in den Kompost oder in den Biomüll.“

Experten: Einfamilienhäuser stehen meist alleine, strahlen viel Wärme ab; und man kann sie öffentlich oft schwer erreichen. Dafür gibt es im Garten mitunter einen Komposthaufen. Gute Sache.

Verkehr: „Ich verwende jenes Verkehrsmittel, das am zweckmäßigsten ist. […] Mein Privatauto ist ein Audi A4, der rund sechs Liter Diesel verbraucht. Auf Urlaub war ich in Italien.“

Experten: Bei zweckmäßigen Verkehrsmitteln ist vieles denkbar. Noch als Verteidigungsminister ärgerte Platter die Grünen, weil er sich mehrmals mit Bundesheer-Hubschraubern ins heimatliche Tirol ausfliegen ließ.