Umwelt: Heiße Luft

Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Christine Marek (ÖVP)

Wohnen/Heizen: „Haus, Anfang der achtziger Jahre erbaut; Fassade vor zwei Jahren isoliert; neue, speziell isolierte Fenster eingebaut. Im Stiegenhaus ist das Licht mit Bewegungsmeldern gesteuert.“

Experten: Die achtziger Jahre sind nicht mehr die Worst-case-Bauperiode. Die Sanierung hebt das Haus „aus dem Durchschnitt heraus“. Die Bewegungsmelder seien „nicht der Bringer“, aber vom Ansatz her goldrichtig.

Elektrogeräte/Beleuchtung: „Wir schalten Geräte (TV usw.) ganz aus […]; in fast allen Lampen Energiesparlampen. Energieeffizienz beim Neukauf von Geräten ist selbstverständlich.“

Experten: Sie haben nichts auszusetzen und nützen dies für einen Exkurs: Energiesparlampen sind in der Herstellung ökologisch aufwändig. Deshalb setzt man sie am besten dort ein, wo das Licht oft und lange brennt.

Essen: „Am liebsten österreichische Lebensmittel, nachdem ich in einer der „großen“ Gemüseregionen – dem Eferdinger Becken – aufgewachsen bin […]. Einzig Bananen kaufe ich immer.“

Experten: Wir leben in einer globalisierten Welt, und Bananen sind toll. Vor allem, wenn sie aus Fair Trade kommen und zu uns verschifft werden. Denn das ist der CO2-effizienteste Transport, den wir kennen.

Verkehr: „Beruflich meist mit dem Dienstauto (einem sparsamen BMW), kurze Strecken zu Fuß. […] Im Sommer fliegen mein Sohn und ich in ein Mittelmeerland. Privat fahre ich einen VW-Polo mit 65 PS; ich bin auch leidenschaftliche Bahnfahrerin.“

Experten: Der „sparsame BMW“ ist ein Lacherfolg, dafür gibt es für den VW-Polo ernsthaft Lob. Die Klimaforscher wollen auch gar nicht darauf herumhacken, dass eine Politikerin – wie hunderttausende andere Österreicher – am Mittelmeer ausspannt, statt in den heimischen Bergen herumzuklettern.