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Petra T., 40

Im Sommer 2000 bin ich beim Friseur gesessen. Da sind wir ins Plaudern gekommen, die Friseurin und ich, übers Geld und Versicherungen und so. Sie hat gesagt, sie kennt da wen, der ihre Finanzen macht, der sei ihr empfohlen worden von einem Bekannnten, und sie sei recht zufrieden mit ihm. Also hab ich mit diesem Herrn einen Termin ausgemacht. Der hat sich dann meine Polizzen durchgeschaut. Ich habe ihm erzählt, dass ich 20.000 Schilling, die meine Tochter zur Geburt und bei diversen Anlässen bekommen hat, gerne für sie anlegen möchte. Ich wollte, dass das Geld liegen bleibt, bis sie groß ist. Ich habe mir gedacht, damit kann sie einmal den Führerschein bezahlen oder die erste Wohnung einrichten. Ich bin Alleinerzieherin, arbeite Teilzeit und habe mittlerweile zwei Kinder. Sie können sich also vorstellen, dass das viel Geld für mich ist. Jedenfalls hat mir der Herr dann erklärt, ja, er hätte da was, am besten sei es, das Geld in Immobilien anzulegen, in einen Fonds. Das sei „mündelsicher“, also total sicher, da kann nichts passieren. Das habe ich dann gemacht. Ich kann mich noch erinnern, dass ich 2006 einmal geschaut habe, auf wie viel sich die Einlage erhöht hat, und da waren es knapp 3000 Euro. Aber ich wollte das Geld ja nicht abheben, sondern eben „arbeiten“ lassen, wie man sagt. Erst heuer bin ich dann hellhörig geworden durch Zeitungsberichte. Dann habe ich nachgesehen und bemerkt, dass es sich eigentlich um Aktien handelt und dass deren Wert auf 80 Euro geschrumpft ist. Vorgestern habe ich nochmals nachgesehen, mittlerweile stehe ich bei 125 Euro. Aber von der AWD hat sich bis heute keiner bei mir gemeldet.