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Susanne H., 51

Im September 2007 hab ich ihm gesagt, ich will aus der Immofinanz-Aktie raus. Er hat sich zwar geziert, hat es dann aber gemacht. Kurz darauf hat er mir geraten, raus aus EcoBusiness – das brachte schon Verluste – und dafür wieder rein in die Immofinanz, die sei „im Kommen“. Ende 2007 war die Situation so, dass ich nicht mehr wusste, wie ich die Raten zahlen soll. Mein Berater empfahl: „Ich besorg Ihnen einen Kredit, und nehmen Sie statt der 60.000, die Sie brauchen, 80.000, und den Rest legen wir wieder in Immofinanz an.“ Den Unsinn hab ich dann nicht gemacht. Heute hab ich noch 5000 Euro Kreditschulden. Zusätzlich musste ich, völlig ungeplant, 45.000 Euro, die ich im Frühjahr 2008 als Genossenschaftsanteil von einer Wohnung zurückbekommen habe, ebenfalls in die Finanzierung stecken. Das hätte eigentlich meine Altersvorsorge sein sollen. Die ist durch die falsche Beratung zunichte gemacht. Aber ich muss froh sein, wenn ich ohne große Schulden aus dieser Situation herauskomme. Meine Bekannten machen sich nun unglaubliche Vorwürfe, dass sie mir den Herrn empfohlen haben. Aber die stecken ja zum Teil noch tiefer in Problemen als ich.

Von Michael Nikbakhsh, Ulla Schmid und Josef Redl