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Billiger urlauben

Ohne EU-Mitgliedschaft wären Reisen ins EU-Ausland wesentlich teurer.

Wettervorhersage für Kreta diese Woche: 27 Grad, wolkenloser Himmel, glasklares Wasser. Die Insel ist für die urlaubsreife Familie nur ein paar Klicks und Kofferpacken entfernt – für die Einreise nach Griechenland ist schon lange kein Visum mehr nötig, der Vater kann Gyros und Pommes wie zu Hause mit Euro bezahlen. Ist ein Kind krank, werden sämtliche Leistungen bequem mit der E-Card abgerechnet, und sogar das Pflichttelefonat mit den Großeltern ist in den vergangenen Jahren leistbar geworden.

Wer innerhalb der EU urlaubt, kann auf mühsame wie kostspielige Reisevorbereitungen zunehmend verzichten – außer Verkehrsordnungen und Führerscheinen (sie werden ab 2013 angeglichen) ist fast alles harmonisiert: Bereits in den achtziger Jahren kam die Idee auf, Grenzübertritte innerhalb von Europa zu vereinfachen. Durch das Schengener Abkommen verzichten heute bereits 25 Staaten, darunter drei Nicht-EU-Mitglieder, auf gegenseitige Grenzkontrollen – Österreich trat dem Schengenraum 1997 bei. Seit der Einführung des Euro 2002 fallen auch lästiges Geldwechseln und die damit verbundenen Gebühren weg. Bankomatkarten funktionieren im gesamten Euroraum, Behebungen sind kostenlos – nur Buchungsgebühren, die aber meist in der Kontoführungspauschale enthalten sind, können anfallen. Ab 1. Juli 2009 werden Handygespräche im Ausland noch günstiger: Eingehende Anrufe dürfen dann maximal 22,8 Cent, ausgehende Gespräche 51,6 Cent pro Minute kosten.