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Arbeitsmarkt: Schlupflöcher

2011 wird Österreichs Arbeitsmarkt vollständig für Arbeitnehmer aus dem Osten geöffnet. Schon jetzt gibt es Schlupflöcher.

Das Terminal am Warschauer Flughafen ist jeden Sonntagabend gesteckt voll. Seit der Ostöffnung arbeiten fast zwei Millionen Polen im EU-Ausland, etwa in England. In Österreich dürften sie das zumindest offiziell nicht: Österreich und Deutschland haben ihren Arbeitsmarkt als einzige „alte“ EU-Mitglieder noch nicht gänzlich für die 2004 beigetretenen Länder geöffnet. Bis 2011 bleiben die heimischen Grenzen dicht – wenn auch nicht vollständig.

Bis Jahresende muss die Dienstleistungsrichtlinie, wonach Unternehmen künftig EU-weit ihre Dienste anbieten dürfen, umgesetzt werden. Schon jetzt dürfen rund 50 Berufsgruppen wie Lokomotivführer und Schweißer sowie dringend gebrauchte Spezialisten in Österreich werken. Auch für bestimmte Saison- und Zeitarbeiten gelten Sonderregelungen. Schlupflöcher gibt es ohnehin: Die Niederlassungsfreiheit gilt bereits für alle EU-Staaten.