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Frauen: Betreuungspflichten

Laut Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2000 sollte die EU binnen zehn Jahren zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden“ – unter anderem mit einer EU-weiten Frauenerwerbsquote von 60 Prozent im Jahr 2010. Österreich verpflichtete sich zum wenig ehrgeizigen Ziel von 66,8 Prozent – und wird es wohl knapp erreichen: Im Vorjahr arbeiteten 65,8 Prozent der Frauen, Tendenz steigend. Möglich macht dies vor allem eine weitere Forderung des Lissabon-Abkommens: Für zumindest jedes dritte Kind unter drei Jahren sollte es ab nächstem Jahr einen erschwinglichen Krippenplatz geben – davon ist Österreich zwar noch weit entfernt, den Ausbau der Betreuungsplätze hat das EU-Ziel aber bewirkt.