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Wachstumsmotor

Die EU sorgte für einen ­Modernisierungsschub. ­Für die Bauern blieb die Bilanz zwiespältig.

Der EU-Beitritt hat die österreichische Wirtschaft durch verstärkten Wettbewerb, aber auch durch die gleichberechtigte Teilnahme am Binnenmarkt belebt. Seit 1995 haben sich die heimischen Warenexporte auf über hundert Milliarden Euro mehr als verdoppelt. 2002 und 2007 wurde – erstmals seit Jahrzehnten – eine ausgeglichene Handelsbilanz erreicht.

Österreichs Unternehmer nutzten auch die Chancen in den neuen Beitrittsländern. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise fuhren sie dort jahrelang hohe Gewinne ein. Die Wirtschaftsaktivitäten verhalfen Österreich auch zu einem höheren BIP-Wachstum, wobei die heimische Volkswirtschaft zwischen 1995 und 2007 sogar schneller wuchs als jene der Schweiz. Die ausländischen Direktinvestitionen in Österreich stiegen deutlich an, ebenso – zumindest bis zum Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise – die Zahl der Arbeitsplätze. Freilich wurden auch zahlreiche heimische Betriebe wie Schuh- und Textilfabriken in Länder mit niedrigeren Lohnkosten verlegt.