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Grenzenloses Wissen

Österreich verfolgt die Ziele mit Engagement – ein eigenes Monitoring-Projekt und so genannte Bologna-Koordinatoren begleiten deren Umsetzung. Heimische Hochschulen wurden dafür schon ­mehrfach von der EU-Kommission aus­gezeichnet.

Österreich profitierte seit dem Beitritt 1995 auch von zahlreichen EU-Forschungsprojekten vor allem durch wachsende Netzwerke, Know-how und überproportionale Fördergelder aus der EU-Kasse.

Andere Initiativen aus Brüssel stoßen auf weniger Gegenliebe: Nach einer Klage der EU-Kommission musste Österreich seine Unis für alle europäischen Studenten öffnen – auch für deutsche Numerus-Clausus-Flüchtlinge. Seither mäandert Österreich auf der Suche nach einer legalen Lösung, die Deutschen wieder loszuwerden, zwischen allerlei Quotenregelungen bei Aufnahmetests, mit der Konsequenz, dass EU-Ausländer deutlich besser abschneiden müssen, um an heimischen Unis aufgenommen zu werden. Dass dies eine Dauerlösung sein könne, glaubt man nicht einmal im Wissenschaftsministerium – man rechnet damit, dass die EU-Kommission die Regelungen noch in den kommenden zwei Jahren kippt.