x

1)

Der Iran will gar nicht die Atombombe.

Teheran versichert immer wieder, die Atomenergie nur friedlich nützen zu wollen. Dennoch herrscht in der internationalen Öffentlichkeit fast einhellig die Meinung, dass dies eine Lüge sei. Tatsächlich hat der Iran durch Jahre hindurch ein Urananreicherungsprogramm geheim gehalten. Auch die Schwierigkeiten, die Teheran bei internationalen Inspektionen macht, kann darauf hindeuten, dass das Regime eine militärische „hidden agenda“ verfolgt. Demgegenüber stellte ein von mehreren amerikanischen Geheimdiensten erstellter Bericht vom Dezember 2007 fest, dass „mit großer Sicherheit“ der Iran zumindest seit 2003 das Programm zur Entwicklung atomarer Waffen gestoppt hat. Vielleicht noch stärker wiegt die Tatsache, dass Teheran seine Behauptung, atomare Waffen gar nicht haben zu wollen, religiös begründet. Schon Khomeini dekretierte: Die Atombombe ist unislamisch. Und der höchste Führer des Landes, Ali Khamenei, sprach 2004 eine Fatwa aus, in der die Verwendung von Atomwaffen als unmoralisch bezeichnet wird: „Entwicklung, Produktion und Lagerung von Nuklearwaffen ist im Islam verboten.“ Natürlich kann das alles gelogen sein. Aber Fareed Zakaria, der Chefredakteur der internationalen Ausgabe von „Newsweek“, gibt zu bedenken: „Es wäre schon sehr seltsam, wenn ein Regime, das seine Legitimität aus seiner Treue zum Islam zieht und dauernd erklärt, dass Atomwaffen unislamisch sind, diese gleichzeitig entwickelt.“