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Israel ist nicht in Gefahr.

Die antisemitischen Tiraden von Präsident Ahmadinejad sind unbestritten unerträglich. Doch stoßen sie – anders als in der arabischen Welt – auf wenig Echo in der iranischen Bevölkerung. Die im Jahr 2006 eröffnete Ausstellung mit Karikaturen zum Holocaust war schlecht besucht, der jüdischen Community in Teheran geht es einem auf­sehenerregenden Bericht des „New York Times“-Kolumnisten Roger Cohen zufolge nicht schlecht. Rund 25.000 Juden gibt es im Iran. Das ist die zahlenmäßig größte jüdische Gemeinde im Nahen Osten. Aber was, wenn Präsident Ahmadinejad dennoch einen Angriff auf ­Israel plant? Damit würde er nicht nur sein eigenes Todesurteil, sondern das seines ganzen Landes unterschreiben. Der ­atomare Vergeltungsschlag der USA, die den Iran in die Steinzeit zurückbomben würden, ­ließe nicht lange auf sich warten. „Selbst wenn das Land im Besitz von Atomwaffen wäre, würde es damit nicht Israel angreifen, um anschließend von den USA ausradiert zu werden. So selbstmörderisch ist Irans Regime nicht veranlagt“, bringt es Robert Baer, Ex-Agent des US-Geheimdienstes CIA und Nahostexperte, auf den Punkt.