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Die radikalen Nahostgruppen Hamas und Hisbollah sind keine Marionetten Teherans.

Das iranische Regime hasst Israel. Genauso wie die palästinensische Hamas und die libanesische Hisbollah Israel hassen. Das verbindet Teheran mit den beiden Organisationen, deshalb werden sie von Präsident Ahmadinejad finanziell unterstützt. Doch sind sie deshalb der verlängerte Arm der Perser? Sicher nicht. Die Hamas ist im Gegensatz zum streng schiitischen Iran eine sunnitische Organisation, ihre Nähe zu Teheran ist ein relativ neues Phänomen. Traditionell enger ist das Bündnis zwischen den Persern und der schiitischen Hisbollah. Für westliche Regierungen mögen Hamas und Hisbollah Terrororganisationen sein, für ihre Anhänger sind es die politischen Vertretungen ihrer Interessen. Die beiden Gruppen sind in ihrer jeweiligen Gesellschaft fest verankert. Die Hamas ist Wahlsieger in den Palästinensergebieten, die Hisbollah ist im libanesischen Parlament und auch in der Regierung stark vertreten. Keine der beiden Organisationen würde sich daher auflösen, sollte Teheran ihnen die Unterstützung entziehen. Und: Weder die Hamas noch die Hisbollah würden vom Iran einen Befehl entgegennehmen, der im Gegensatz zu den Interessen ihrer Bevölkerung steht.