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MySpace

Vor genau vier Jahren wurde das Internetportal myspace.com, damals die weltweit beliebteste Onlineplattform, um 580 Millionen Dollar von Medienzar Rupert Murdoch übernommen. In der letzten Zeit ist die ­Popularität der Plattform, die Ende 2008 rund 260 Millionen Mitglieder hatte, aber deutlich gesunken. Die Benutzerzahlen waren stetig rückläufig. Gefälschte ­Benutzerprofile, Sicherheitslücken, mangelhafte Interaktivität und vor allem auch die Konkurrenz des deutlich vielseitigeren Facebook haben MySpace ins Abseits rutschen lassen. Jetzt zieht Murdoch die Reißleine. Einem Jobabbau folgt die komplette Umgestaltung des Portals. Die bekannte Web-2.0-Plattform ist damit Geschichte. In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ erklärte Murdoch, dass MySpace zu ­einem Entertainmentportal, an dem sich Personen mit gleichen Interessen treffen, umgebaut werden soll. Das Ziel dürfte sein, MySpace zu einer Musikplattform mit angeschlossenem Vertrieb umzugestalten.