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Bester Film 2010: Platz 2

Bester Film 2010: Platz 2

Gerhard Friedl: Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?

Während der Blick der Kamera ruhig über städtische und industrielle europäische Landschaften streicht, liefert eine unaufgeregte Männerstimme aus dem Off Details historischer Wirtschaftsverbrechen quer durchs 20. Jahrhundert. Die Namen Thyssen, Oetker, Flick fallen, aber die Bilder zeigen nur namenlose Arbeiter, Passanten, Straßen und Fabrikshallen. Die klaffende Lücke zwischen Bild und Text schließt sich planvoll alle paar Minuten plötzlich, nur um sich danach umso weiter zu öffnen. Der Film setzt Assoziationsketten in Gang, fordert die Eigenleistung des Zuschauers.