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Was von #MeToo bleibt und worüber man sich in Niederbayern beschwert.

Liebe Leserin, lieber Leser

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat ein paar schlechte Seiten – viele davon wurden vom amtierenden US-Präsidenten persönlich in sein Handy getippt – und zumindest eine gute: Man kann, wenn man es richtig macht, mit einem Hashtag die Welt verändern und ihr zumindest ein paar ihrer allerschlechtesten Seiten austreiben. Vor genau einem Jahr gingen die ersten #MeToo-Tweets online, es folgten Zigmillionen weitere, außerdem ein paar sehr prominente Angeklagte, Rücktritte und die Erkenntnis, dass es neue Sitten und Gebräuche braucht, wenn Mann und Frau gut miteinander umgehen wollen. In der aktuellen Titelgeschichte bilanzieren KARIN CERNY, ANGELIKA HAGER,
SEBASTIAN HOFER und EVA LINSINGER, was von #MeToo übrig blieb. Ihr Fazit, in Tweetlänge: Es hat sich etwas verändert in diesem Jahr. Über den Rest kann man reden.

Aber natürlich beschäftigt sich profil auch in dieser Ausgabe nicht nur mit der großen, weiten Welt, sondern zum Beispiel auch mit Deggendorf, Niederbayern. ROBERT TREICHLER hat sich, eine Woche vor der mit Angst und Schrecken erwarteten bayerischen Landtagswahl, in der eigentlich sehr idyllischen Kleinstadt umgehört und erfahren, warum die rechte Alternative für Deutschland hier wohl ein Traumergebnis erzielen wird: "Jeder im Ort kennt die Gerüchte." Sie handeln von den Afrikanern, die im Asylantenheim (neuerdings: Ankerzentrum) leben, haben nur wenig Tatsachensubstrat, aber starke Auswirkungen: "Das Ankerzentrum ist im Bewusstsein vieler Deggendorfer das geworden, was die Stadt bis dahin nicht gehabt hatte: ein handfester Grund, sich zu beklagen." Herrschaftszeiten!

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