Karl Marx: "Ich liebe dich seit Kindertagen."

Karl Marx: "Ich liebe dich seit Kindertagen."

Gesellschaft

Philosophische Romanzen

Das US-amerikanische Magazin "The New Yorker" veröffentlichte eine Liste fiktiver Liebesbriefe großer Philosophen. Eine Auswahl der romantischsten Zeilen.

1. Grundlegende Fragen

"Das einzige was ich weiß, ist, dass ich nichts weiß. Wir haben einander mehrfach in der Agora getroffen und unsere Wertschätzung für das Göttliche diskutiert. Dennoch weiß ich kaum etwas über dich! Warst du immer schon Hebamme? Würdest du Tugend materiellem Reichtum vorziehen? Wie viele Geschwister hast du? Ich verstehe vieles nicht, aber über die Kunst der Liebe weiß ich eines: Es geht darum möglichst viele Fragen zu stellen, und zwar so lange bis die andere Person zu müde ist um weiter zu machen. Soll ich fortfahren?" - Sokrates

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2. Das erste Date

"Bevor wir einander kennenlernten war ich tief im Inneren einer Höhle gefangen und kannte keinen Ausweg. Aber du warst mein Licht, das mich aus der Dunkelheit führte. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir beide gemeinsam die Höhle verlassen und unser erleuchtetes Selbst bei einem Abendessen feiern. Mein Freund Diogenes spielt auf bei Sonnenuntergang auf seiner Harfe, falls du Lust hast mich zu begleiten." - Platon

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3. Der erste Eindruck

"Es scheint mir unerlässlich den Zweifel zu eliminieren um mich in Sicherheit zu wiegen. Ich muss daher fragen: Als ich beobachtete, wie du die Roben der Königin Christina von Schweden vorbereitest, und du dich umdrehtest - war das ein Ich-könnte-an-dir-interessiert-sein-Blick, oder hattest du einfach etwas im Auge? Ich würde es verstehen, wenn du nicht zu antworten wünschtest. Immerhin ist Unsicherheit die einzig wahre Sicherheit." - René Descartes

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4. Neuanfang

"Mein liebes Mädchen, dein Geist ist ein unbeschriebenes Blatt, aber ich werde es mit Wissen bemalen. Was du brauchst, ist ein älterer Mann, der das Selbst durch Kontinuität des Bewusstseins definieren und auch die große Pestwelle überleben kann. Ich habe beides getan. Nun fürchte ich deine Liebe ist ebenso infektiös wie eine hoch ansteckende Krankheit. Dein Lächeln ist ebenso ansteckend wie ein infizierter Rattenfloh. - Bitte entschuldige, diese Seuche nimmt mich wirklich mit. - Falls wir überleben würde ich dich gerne wiedersehen." - John Locke

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5. Die bessere Hälfte

"Wenn du diesen Brief zu Ende gelesen hast, wirst du einsehen, dass es keine tatsächliche Begrifflichkeit des Selbst gibt. Es gibt kein "du" und "ich". Dennoch gibt es einige Empfindungen, die wir beide haben: Der Tag an dem wir einander vor meinem Elternhaus in Berwickshire trafen; wie heftig du weintest, als du herausfandest, dass ich Atheist bin; wie angewidert du dreinschautest als du herausfandest, dass ich Skorbut habe. Ich liebe dich und diese Momente machen uns zu dem, was wir sind. Ich bin vielleicht das "Hume" in Humor, aber dies hier ist kein Witz." - David Hume

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6. Liebesgedicht

"Oh Émilie du Châtelet, you are quite a dream!
I hope you like caustic men with low self-esteem.
The only thing I’d love more than separation of church and state,
Is to finally take you out on a date.
The way you study physics makes my heart grow weak;
When you translate “Principia Mathematica,” I can barely speak.
Together, let us determine the elements of fire,
And then who knows what may transpire!
The French government can try to suppress my views,
But you will forever and always be my muse.
Allow me to learn from your brilliant mind,
And occasionally glance at that nice behind." — Voltaire

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7. Brutale Ehrlichkeit

"Erlaube mir die Deduktion der Gründe aus denen wir zusammen sein sollten. Wenn Aristoteles ein Mann ist und alle Männer Freude an Geschlechtsverkehr haben, dann erfreut sich Aristoteles mit Sicherheit auch daran. Ich weiß, was du jetzt denkst - du befürchtest, dass ich dich als dem Wohl dienendes Mittel gebrauche. Aber du kannst mir nichts vorwerfen, wenn das Ende Glückseligkeit ist. Sagen wir einfach, wir sehen einander um neun!" - Aristoteles

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8. Unerwiderte Liebe

"Wir verlangen nach Bedeutung, und doch können wir sie nicht haben. Stattdessen sind wir gezwungen eine tragische Existenz zu führen und versuchen den Sinn einer Welt zu verstehen, in der ich dir sechs Briefe hintereinander schreibe und keine Antwort erhalte. Sechs. Verstehst du denn nicht? Ich begehre dich, und doch kann ich dich nicht haben. Warum neckt mich das Absurde so sehr? Habe ich etwas Falsches gesagt? Im Ernst, sei ehrlich! Ich halte die brutale, gleichgültige Stille des Universums nicht länger aus. Wenigstens irgendeine Antwort wäre schön! Oder weißt du was? Es ist mir mittlerweile schon egal. Geh nicht mit mir aus. Ich werde ohnehin bald sterben und das Leben ist ohne Sinn und Bedeutung besser. So kann ich zumindest nicht enttäuscht werden." - Albert Camus

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9. Kindheitsliebe

"Ich liebe dich seit Kindertagen. Einige meiner liebsten Erinnerungen sind jene, als wir gemeinsam in den Straßen von Trier spielten und zusammen im Geheimen über politischen Liberalismus lasen. Da wir beide Arbeiter der Welt sind, dachte ich, wir könnte uns bei einem großen Krombacher vereinen." - Karl Marx

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10. "10 Dinge, die ich an dir liebe"

"Liebste Lou, untenstehend findet du eine Liste mit zehn Gründen warum ich glaube, dass wir verheiratet sein sollten:
1. Ich weiß, dass ich dir bereits zwei Heiratsanträge gemacht habe und du beide abgelehnt hast. Dennoch bin ich überzeugt, dass aller guten Dinge drei sind.
2. Du bist der erste weibliche Psychoanalytiker. Das respektiere ich gänzlich.
3. Du kommt gut mit Sigmund Freud aus. Daher weiß ich bereits, dass du toll mit meinen Freunden umgehst.
4. Du bist mein liebster intellektueller Schützling.
5. Du schreibst am liebsten über die erotische Natur der Frauen und um wie vieles sexuelle Verschiedenheit tiefgründiger ist als Wirtschaftlehre. Mir fegällt das sehr. Außerdem macht mir alles Erotische Spaß.
6. Wir sind beide große Fans von Henrik Ibsen.
7. Du riechst immer gut.
8. Ich erfreue mich an deiner jungenhaften Neugier und deinem schroffen Aussehen.
9. Wir teilen die Leidenschaft die Vernunft zu kritisieren und objektive Wahrheit abzulehnen.
10. Ich bin so einsam."
- Friedrich Nietzsche

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