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Gesellschaft

Hat der Trend zur Selbstoptimierung eine neue Fitnesswelle ausgelöst?

Was früher das Auto als Statussymbol war ist heute der Körper. Verbunden mit einer Dauerselbstdarstellung in den sozialen Medien hat sich der Fitnesskult in den letzten Jahren verändert. Theresia Draxler ist dem Phänomen nachgegangen, hat sich im Wiener "Gym" umgesehen und mit Sportpsychologen unterhalten.

Vor nicht allzu langer Zeit galten ein großes Auto, eine teure Uhr oder ein schönes Haus noch als herzeigbare Statussymbole. Aber zeigt der eitle Mensch heute, wer er ist und was er darstellt? Durch seinen Körper. Der Trend zur Selbstoptimierung hat eine neue Fitnesswelle ausgelöst. Ein Besuch im Fitnesscenter „Gym“ am Wiener Handelskai, einem selbsternannten „Disneyland für Krafttraining“. Geschäftsführer Andreas Pürzel spricht im Interview über moderne Trainingsmethoden und die Rolle von Fitnesstraining als Charakterstärkung.

Hat der Trend zur Selbstoptimierung eine neue Fitnesswelle ausgelöst?

Der Sportpsychologe Manuel Hochegger erklärt im Telefoninterview, dass sich der Körperkult speziell seit den Anfängen der sozialen Netzwerke und der „Generation Smartphone“ zunehmend verändert hat. Die Menschen achten auf ihr Äußeres und verfolgen ein falsches Körperideal. „Bei Frauen gab es eine Verschiebung, nämlich weg von Magersucht hin zu einer Art Sportsucht. Ein scheinbar gesunder Mensch verfolgt ein falsches Selbstbild“, so Hochegger im Gespräch.

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