40 Jahre später
Kultur

40 Jahre später: Das Leben und Leiden der Arena Wien

Ist die Arena Wien Österreichs größtes Kulturzentrum oder aber ein Schandfleck am Rande des dritten Bezirks? Auch 40 Jahre nach der Besetzung ist dies noch eine heiß-diskutierte Frage in der Politik. Eine Multimedia-Reportage über fehlende Mietverträge, Subkultur und Basisdemokratie, kurz: den Alltag in der Arena Wien.

"Die Arena ist tot!" und mit ihrem Tod ist auch das "Recht auf Kunst für alle" gestorben, sagte man schon in den Siebzigern. Heute, 40 Jahre nach der Besetzung, lebt sie immer noch. Zwar nicht auf dieselbe Art und Weise, aber sie lebt.

Orte wie die Arena werden immer rarer. Sie sterben aus. Sie werden geschlossen. Sie verkommen. Es sind Orte der Selbstverwaltung, der Basisdemokratie. Orte, an denen man beim Einstempeln am Beginn des Arbeitstags die Wörter Hierarchie und Vorgesetzter in seinen Spint sperrt.

Doch auch wenn der Kampf, die 100-tägige Besetzung 1976, wie gewonnen wirkt, hat die Arena und ihr Kollektiv die letzte Schlacht noch längst nicht gewonnen. Denn auch 2016 kämpft sie. Die Gebäude zerfallen. Die Subventionen der öffentlichen Hand stagnieren. Gewisse Parteien sind auch heute noch gegen eine Subventionierung. Von ihnen wird der Arena Linksextremismus, der Aufruf zur Gewalt oder das Fehlen eines kulturellen Mehrwerts vorgeworfen. Doch was eigentlich fehlt: Ein Mietvertrag.

Diese Multimedia-Reportage erzählt eine Geschichte des Überlebens, des stetigen Wandels und der Skepsis. Eine Geschichte über das Leben der Arena Wien im Jahr 2016, erzählt von Menschen, für die die Arena immer wie ein erstes oder zweites Wohnzimmer war – Mitarbeiter, Musiker, Besucher.

Hier geht es zur Reportage: 1taginderarena.at

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