"Vom Außenseiter zum Boss"
Kultur

"Vom Außenseiter zum Boss"

Der Wiener Journalist Philipp Hacker-Walton nimmt Bruce Springsteens kuriosen Karrierestart unter die Lupe.

Eine Geschichte, die prototypisch für das Musikbusiness steht: Ein naiver junger Sänger kümmert sich nicht um die Finanzen, gerät in die Fänge eines korrupten Managers, der ihm die Rechte an seiner Musik klaut. Der Wiener Journalist Philipp Hacker-Walton nimmt in seinem Buch "Vom Außenseiter zum Boss“ den kuriosen Karrierestart von US-Superstar Bruce Springsteen unter die Lupe: seinen Kampf gegen innere Dämonen, seinen zermürbenden Perfektionismus im Studio, und nicht zuletzt die Beziehung zu seinem Manager Mike Appel.

Alte Geschichte, spannend aufbereitet

Im Herbst 1975 ist Springsteen gerade 26 Jahre alt, aber bereits seit einer Dekade arbeitet er darauf hin, berühmt zu werden. Mit der Veröffentlichung seines dritten Albums "Born to Run“ landet er in den Charts, seine Tour ist ausverkauft, die Kritiker sind begeistert. Appel, ein großkotziges Marketinggenie, gelingt es, den Nachwuchssänger sowohl auf das Cover von "Newsweek“ als auch auf jenes des Konkurrenzmagazins "Time“ zu hieven. Alles läuft bestens, aber Springsteen ist unzufrieden. Der Erfolg überfordert ihn, und als er die Verträge mit Appel prüfen lässt, muss er feststellen, dass sämtliche Rechte an seinen Songs in dessen Händen liegen. Er darf ohne Appels Einverständnis nicht einmal in ein Studio, um neue Lieder aufzunehmen. Ein zermürbender Kampf vor Gericht beginnt, der Springsteens Karriere, die gerade Fahrt aufnimmt, fast zerstört hätte. Eine alte Geschichte, spannend aufbereitet - das Buch liest sich wie ein Thriller.

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