Rainer Nikowitz: Mut zu Wut
Meinung

Rainer Nikowitz: Mut zu Wut

Reinhold Mitterlehner hatte eine „Wut-Oma“ – und jetzt hat Sebastian Kurz endlich auch eine: Christiane Hörbiger.

profil: Frau Hörbiger, sind Sie ganz allein?
Hörbiger: Das sehen Sie doch, dass wir allein sind.
profil: Mit dieser Antwort war zwar einerseits irgendwie zu rechnen – andererseits lässt sie mich doch etwas ratlos zurück.
Hörbiger: Wieso? Sind Sie vollkommen verblödet?
profil: Das wahrscheinlich auch.
Hörbiger: Das haben wir uns gleich gedacht. Sie schreiben immer so schiach über unseren verehrten Herrn Bundeskanzler.
profil: Man sagt mir mitunter nach, ich schriebe über alle schiach.
Hörbiger: Die anderen haben es auch verdient!

profil: Und … er ist ja auch gar nicht mehr Ihr verehrter Herr Bundeskanzler.
Hörbiger: Das ist ja das Problem! Und wem haben wir das zu verdanken?
profil: Dem Strache? Und dem Kickl?
Hörbiger: Wenn Sie da jetzt gewöhnlich werden, dann gehen wir.
profil: Ist der Kickl eigentlich auch vollkommen verblödet? Ohne den und die FPÖ hätte der Misstrauensantrag gegen Ihren Helden ja nicht funktioniert.
Hörbiger: Ja, da war die FPÖ halt kurz verwirrt.
profil: Das ist sie seit ihrer Gründung.
Hörbiger: Aber dieser furchtbar nette Herr Hofer will den Kurz ja eh wieder zum Kanzler machen. Wobei, am gescheitesten wär ja gewesen, die hätten einfach gleich weitergemacht.

profil: Trotz Ibiza?
Hörbiger: Mein Gott! Was glauben Sie, was wir schon für peinliche Sachen vor der Kamera gesagt haben!
profil: Haben wir alle gesehen.
Hörbiger: Sie meinen … Unerhört! Wo ist unser Riechsalz?
profil: Hat wahrscheinlich die Rendi geklaut!
Hörbiger: Wir wussten es!

rainer.nikowitz@profil.at