Hans Peter Doskozil

Hans Peter Doskozil

Österreich

Doskozils Durchgriffsrecht

Während die Bundes-SPÖ die Mitgliederrechte stärken will, baut Burgenland-Parteichef Peter Doskozil seine Macht aus.

Wer hat die Macht in der SPÖ? Die Mitglieder oder die Parteielite? Während sich die rote Bundespartei doch zu einer abgeschwächten Statutenreform und mehr Mitgliederrechten durchgerungen hat, geht die burgenländische Landesgruppe einen anderen Weg. Die neue Satzung der pannonischen SPÖ - sie liegt profil vor - räumt Parteichef Hans Peter Doskozil weitreichende Mitsprache bei der Erstellung der Bezirkswahlvorschläge ein: "Die Kandidaten-/Kandidatinnenliste ist mit dem/der Landesparteivorsitzenden abzustimmen", heißt es dort.

Mehr Mitsprache für Doskozil

Der Passus ähnelt dem Modell der ÖVP: Dort hat der Bundesobmann seit dem Vorjahr ein Vetorecht gegenüber Kandidaten auf den Wahlvorschlägen der Landesparteien. Auch SPÖ-NÖ-Chef Franz Schnabl soll mit dem Durchgriffsrecht nach Doszkozils Vorbild liebäugeln. Vorerst holte er sich bei seinen Parteifreunden allerdings eine Abfuhr.

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  • Harry Reiter So, 28. Okt. 2018 12:38

    Ich bin für möglichst weitgehende Mitbestimmungsrechte der Menschen in allen Bereuchen, so auch in Parteuen. Zeiten der Diktaturen ,soft‘ sind vorbei. Diktarische Ansätze in der neugefärbten OeVP werden den Proponenten über k(K)urz (zufälliges Wortspiel!) oder lang. auf den Kopf fallen, weil sie in die falsche Richtung gehen.

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