Das "König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog" (KAICIID) in Wien

Das "König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog" (KAICIID) in Wien

Österreich

"König-Abdullah-Zentrum": Muslimischer Verband begrüßt Schließung

"Religion wird als Vorwand missbraucht."

Nachdem sich mehrere islamische Verbände gegen den Beschluss im Nationalrat, das von Saudi-Arabien finanzierte „König-Abdullah-Zentrum-für den interreligiösen und interkulturellen Dialog“(KAICIID) in Wien zu schließen, ausgesprochen haben, meldete sich die liberal eingestellte „Türkische Kulturgemeinde Österreich“ zu Wort. „Der Staat kann und muss Organisationen schließen, bei denen Religion als Vorwand missbraucht wird. Wenn fundamentale Menschenrechte missachtet werden und alle anderen Religionen außer dem Wahhabismus verboten sind, dann darf nicht unter dem Deckmantel für „interreligiösen und interkulturellen Austausch“ dieser Doppelbödigkeit eine Bühne und Scheinlegitimität gewährt werden. Die Legitimität einer – per Selbstdefinition – international agierenden religiösen Organisation, welche sich bei gröbsten Verstößen gegen fundamentale Menschenrechte kaum zu Wort meldet, ist mehr als zu hinterfragen.“

Die „Türkische Kulturgemeinde Österreich“, der Aleviten und Sunniten angehören, erinnert auch an den Verfassungsrechts-Experten Theo Öhlinger, der zuvor die Frage aufgeworfen hat, warum die Finanzierungsvorschriften beim Islamgesetz nur für Moscheen, nicht aber für das KAICIID gelten.

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  • Helga Marsteurer
    Helga Marsteurer Fr., 21. Juni. 2019 18:29

    Türkische Kulturgemeinde.....Respekt! Solche Muslime braucht das Land und nicht die von Erdogan gesteuerte Marionetten.

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  • Fred Fido (fred.fido) Fr., 21. Juni. 2019 11:03

    Nun weil KAICIID keine religionsgemeinschaft darstellt und damit dem religionsgesetz erst gar nicht unterliegt. Damit sind die Finanzierungsvorschriften im Islamgesetz nicht anwendbar.
    Abgesehen davon, dass die Finanzierungsvorschriften im Islamgesetz an sich ein verstoß gegen den gleichheitsgrundsatz darstellen da andere religiöse richtungen dieser beschränkung nicht unterliegen.

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