Mangelnde Argumente
Österreich

Lokalblatt Wochenblick hetzt gegen profil

profil-Recherchen konnten der oberösterreichischen Zeitung „Wochenblick“ Verstrickungen zur FPÖ nachweisen. Die Reaktion der Regionalpostille fiel derb aus.

Die Reaktion ließ lange auf sich warten: profil-Redakteure recherchierten Anfang August ausführlich über die oberösterreichische Wochenzeitung „Wochenblick“, dabei konnten Verstrickungen zur FPÖ und ins rechtsextreme Milieu nachgewiesen werden (Nachzulesen unter diesem Link). Gut vier Wochen später reagierte nun der „Wochenblick“: Auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe prangt das Konterfei von Chefredakteur Kurt Guggenbichler, sein Mund ist durch ein rotes Klebeband im profil-Design verbunden. Dabei wurde Guggenbichler im Zuge der profil-Recherchen mehrmals um ein Gespräch ersucht – Antworten blieb er bis heute schuldig.


Mangelnde Argumente hindern das Blatt in der Folge nicht, ungeniert die Unwahrheit zu verbreiten.

Ganz genau dürfte es der „Wochenblick“ mit den Fakten nicht nehmen, und so wurde eine Gesprächseinladung kurzerhand zum Maulkorb umgedichtet. Die vierseitige Coverstory des Blattes liest sich abenteuerlich: Da wird zwar von „Halbwahrheiten“ in besagtem profil-Artikel geschrieben, doch an keiner Stelle kann die „Wochenblick“-Redaktion einen Recherchefehler von profil nachweisen. Mangelnde Argumente hindern das Blatt in der Folge nicht, ungeniert die Unwahrheit zu verbreiten: Da wird behauptet, ein profil-Redakteur hätte „inkognito“ beim Leserstammtisch von „Wochenblick“ recherchiert. Entgegen dieser Darstellung stellte sich der Journalist sogar mit Visitenkarte vor. Das Selbstverständnis des „Wochenblick“ dürfte sich noch nicht zu den Redakteuren durchgesprochen haben: „Presse geht auch ohne lügen!“

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