Phobos

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Wissenschaft

Baustelle Mars

Die Monde des Mars scheinen ständigem Wandel unterworfen zu sein.

Man stellt sich das Sonnensystem samt den Planeten gerne als etwas Stabiles und Unveränderliches vor. Doch tatsächlich herrscht ständiger Wandel - geprägt von Chaos, Kollisionen und Umbrüchen. Nun präsentieren Astrophysiker der amerikanischen Purdue Universität ein Modell, welches das gewohnte Erscheinungsbild des Mars infrage stellt. Momentan besitzt der Planet die beiden Monde Phobos und Daimos, doch womöglich gibt es über Jahrmillionen ein Wechselspiel zwischen solchen Trabanten und einem Ring um den Mars. Rein optisch würde er in diesen Phasen eher Ähnlichkeit mit Saturn aufweisen.

Auffällig ist, dass Phobos eines fernen Tages durch kosmische Kräfte zerrissen werden wird. In der Folge, so berechneten die Forscher, könnten die dabei entstehenden Trümmer einen Gesteinsring um den Äquator des Planeten bilden, aus dem wiederum viele Teile auf die Marsoberfläche stürzen. Die im Ring verbleibenden Brocken könnten anschließend zu neuen Monden verschmelzen, sodass der Kreislauf geschlossen wäre. Materialproben des Mars könnten vielleicht verraten, ob sich heute noch Spuren von früheren Gesteinseinschlägen finden lassen.

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