Das Bärtierchen in einer über 1000-fachen Vergrößerung.

Das Bärtierchen in einer über 1000-fachen Vergrößerung.

Wissenschaft

Schadensbegrenzung

Aus gegebenem Anlass sei an dieser Stelle das Bärtierchen vorgestellt.

Vergangene Woche berichteten japanische Forscher, was das Geheimnis der enormen Robustheit dieser zu den Tardigraden zählenden Geschöpfe sein dürfte, die praktisch nicht totzukriegen sind. Ob Hitze, Kälte, Druck oder radiaktive Strahlung im Weltraum - die Spezies Ramazottius varieornatus, die nun näher studiert wurde, zeigt sich davon ungerührt. Der Grund scheint in einer einzigartigen genetischen Ausstattung zu liegen. 41 Prozent seiner Gene besitzt das Bärtierchen exklusiv, darunter das Protein "Dsup“ (Damage supressor), das offenbar vor Stressreaktionen und damit vor Schäden schützt. Was wissen wir noch über das Bärtierchen?

Zum Beispiel folgendes:

  • 0,1 bis 1,5 Millimeter messen Bärtierchen
  • Mehr als 1000 Arten dieser Extremophilen sind bekannt
  • Mindestens 120 Jahre können sie leben
  • -270 Grad in flüssigem Helium können ihnen nichts anhaben
  • 150 Grad Hitze überstehen sie ebenso unbeschadet
  • Eine Strahlendosis von 5700 Gray stecken sie locker weg
  • Gleiches gilt für einen Druck von 6000 Bar
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