profil zitiert aus Polizeibericht zu Fall Plasser & Theurer

profil zitiert aus Polizeibericht zu Fall Plasser & Theurer

Laut LKA NÖ soll Mitbewerber System 7 „getäuscht“ worden sein.

profil zitiert in seiner aktuellen Ausgabe aus einem Bericht des Landeskriminalamtes Niederösterreich, das seit 2016 im Umfeld des Linzer Industriekonzerns Plasser & Theurer (PT) ermittelt hatte. Wie bereits berichtet, führt die Staatsanwaltschaft Krems ein Ermittlungsverfahren gegen 13 Personen. Dies in Zusammenhang mit vermuteter Wirtschaftsspionage gegen den PT-Mitbewerber System 7 Railsupport. Unter den Beschuldigten finden sich zwei Mitglieder der Unternehmerfamilie Theurer, ein Manager der Deutsche Plasser (DP) Bahnbaumaschinen GmbH und der frühere „Sicherheitsberater“ der DP, Sascha Wandl, der den Fall selbst zur Anzeige gebracht hatte. Zwischen 2014 und 2015 soll Wandl mit einer Gruppe privater Ermittler im Auftrag der DP „verdeckte Operationen“ gegen System 7 geführt haben, bei denen auch ein „Tarnunternehmen“, eine Wiener A. GmbH, zum Einsatz kam. Diese A. GmbH soll unter Vorspiegelung geschäftlicher Interessen zwei Verträge mit S7 geschlossen und so an Betriebsgeheimnisse gelangt sein.

Laut dem mit 20. Juli datierten Bericht des LKA wurde System 7 „getäuscht“: „Aufgrund der vorliegenden Beweismittel besteht der Verdacht, dass die Personengruppe um S7 über die wahren Vorhaben getäuscht wurde … Durch diese Täuschung wurden die Personen um S7 verleitet, … Informationen weiterzugeben. Diese Informationen besitzen einen beträchtlichen Wert und damit soll sich der Auftraggeber unrechtmäßig bereichert haben.“

Die Anwälte von S7 beziffern den Schaden mit 1,79 Millionen Euro.

Die Anwälte der Familie Theurer und zuletzt auch das Unternehmen Plasser & Theurer wiesen in Stellungnahmen bereits darauf hin, dass Josef Theurer und Johannes Max-Theurer „zu keinem Zeitpunkt über Art und Umfang von Wandls Tätigkeiten für die Deutsche Plasser“ informiert gewesen seien. Der deutsche DP-Manager legt in einem profil vorliegenden Schriftsatz Wert auf die Feststellung, Wandl lediglich mit „legalen Ermittlungen“ gegen S7 beauftragt zu haben. Von allfälligen „illegalen Aktivitäten“ habe er weder etwas gewusst, noch hätte er diese gebilligt.