Rekord-Teilnehmerfeld brachte neuen Aufstiegs-Modus

Die Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Teams hat zu einem neuen Modus in der Gruppenphase der Fußball-EM in Frankreich geführt. Statt vier gibt es nun sechs Gruppen mit je vier Teams. Die jeweils Ersten und Zweiten jeder Gruppe und die vier besten Dritten sind im neu eingeführten Achtelfinale dabei.

Dadurch muss nach den letzten Spieltagen gerechnet werden. Möglicherweise muss der Dritte der Gruppe A nach seinem letzten Spiel am 19. Juni noch drei Tage warten, um sein EM-Schicksal zu erfahren, bis auch die Österreich-Gruppe F beendet ist. Dieser Modus, der auch bei den Weltmeisterschaften von 1986 bis 1994 zum Einsatz kam, wird kritisiert, weil eventuell Ergebnisabsprachen von zwei Teams möglich sind, die im letzten Gruppenspiel direkt aufeinandertreffen.

Ab dem Achtelfinale läuft die EM nach dem bekannten Modus mit K.o.-Spielen bis zum Finale. Bei Remis nach 90 Minuten gibt es eine Verlängerung und anschließend möglicherweise ein Elfmeterschießen. Mit insgesamt 51 Spielen ist die EM-Endrunde die größte in der UEFA-Geschichte seit der Premiere im Jahr 1960, als noch mit vier Teams gespielt wurde.