Schweiz will im Spiel gegen Rumänien nachlegen

Bei der Schweiz herrscht noch keine Euphorie

Bei der Schweiz herrscht noch keine Euphorie

Die Schweiz will nach dem mühsamen Auftaktsieg gegen Albanien nachlegen. Gegen Rumänien könnten die Eidgenossen am Mittwoch (18.00 Uhr) bereits nach ihrem zweiten Gruppenspiel das Achtelfinal-Ticket buchen. Die im ersten Spiel Gastgeber Frankreich unterlegenen Rumänen sind im Pariser Prinzenpark hingegen zum Handeln gezwungen.

Die Ausgangslage vor der Partie könnte unterschiedlicher nicht sein. Bei der Schweiz herrschte nach dem 1:0 gegen Underdog Albanien dennoch nicht wirklich Euphorie. Bei Fans und Spielern wurde das Resultat nüchtern hingenommen. Dass gegen die Rumänen das weitaus wichtigere Spiel ansteht, war den Beteiligten bewusst. "Der Druck bleibt auch gegen Rumänien groß", sagte Torhüter Yann Sommer.

Der 27-jährige Schlussmann von Mönchengladbach war gegen Albanien mit seinen Paraden der Garant für den Sieg. Rumänien hatte das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber zuvor 1:2 verloren, dabei jedoch eine nicht nur in der Defensive ansprechende Leistung gezeigt. "Ich glaube die Rumänen werden gegen uns etwas probieren, eventuell offensiver spielen als noch gegen Frankreich", mutmaßte Sommer.

Ziel sei natürlich ein Sieg. "Ein Punkt wird wohl nicht genug sein, um den Aufstieg zu schaffen." Für die Schweiz wäre es der erstmalige Einzug in die K.o.-Phase einer EM. 1996 war die "Nati" wie 2004 und auch beim Heim-Turnier 2008 nach der Gruppenphase gescheitert. Der Schweizer Teamchef Vladimir Petkovic gilt als kein großer Freund von Rotation. Einzige Veränderung in der Start-Elf könnte die Hereinnahme von Basel-Jungstar Breel Embolo (19) sein.

Anghel Iordanescu hat eigentlich ebenfalls nur wenig Grund, seine Elf zu ändern. Rumäniens 66-jähriger Star-Trainer war ob des späten Gegentores gegen Frankreich aber geknickt. Es gelte nun, die Spieler psychisch aufzurichten, meinte Iordanescu. Im Angriff könnte Florin Andone von Denis Alibec abgelöst werden.

Zu Protokoll gaben die Rumänen dennoch auch, dass man auf der jüngsten Leistung aufbauen könne. "Es heißt, dass Frankreich schwach war. Aber niemand denkt, dass wir gut waren", meinte Spielmacher Nicolae Stanciu. Verteidiger Dragos Grigore sprach vor einem wichtigen, aber nicht entscheidenden Spiel. "Wir wollen natürlich gewinnen, dann sehen wir weiter." Rumänien und die Schweiz standen sich bisher in zwölf Länderspielen gegenüber. Die Bilanz ist bei je fünf Siegen und zwei Remis ausgeglichen.