Verschiedene Antworten von ÖFB-Spielern auf Gretchenfrage

David Alaba bezeichnet sich als gläubigen Menschen

David Alaba bezeichnet sich als gläubigen Menschen

Auf die "Gretchenfrage" geben die österreichischen Fußball-Teamspieler die unterschiedlichsten Antworten. Wie es zum Beispiel David Alaba mit der Religion hält, ist allgemein bekannt, auch Marko Arnautovic bezeichnet sich als gläubigen Menschen. Gewisse Teamspieler haben ihren eigenen Zugang zu Spiritualität, andere können mit dem Glauben an rational nicht erklärbare Dinge gar nichts anfangen.

Alaba ist tief religiös und tut dies auch öffentlich kund. So twitterte er bereits einen Tag nach der Ankunft im EM-Quartier in Mallemort den Bibel-Vers "Denkt nicht an euren eigenen Vorteil, sondern habt das Wohl der anderen im Auge."

Auf den Fußball-Schuhen, die er gegen Ungarn trug, war die Aufschrift "Meine Kraft liegt in Jesus" zu lesen. Ein T-Shirt mit diesem Spruch trug Alaba auch bei der Siegesfeier der Bayern auf dem Rasen des Wembley-Stadions nach dem Champions-League-Finalsieg über Borussia Dortmund.

Alaba ist praktizierender Sieben-Tage-Adventist und spricht gerne über seinen Glauben. Im Buch "Fußball-Bibel" wird der 23-Jährige mit den Worten zitiert: "In jeder Minute meines Lebens steht Gott neben mir. Seine Liebe trägt mich durch den Tag." In dem an das Buch anlehnenden, auf DVD erschienenen Film "Und vorne hilft der liebe Gott" von David Kadel ist Alaba ebenfalls ein prominenter Protagonist und erzählt unter anderem Geschichten vom "FC Bayern Bibelkreis".

So wie Alaba betet auch Arnautovic vor jedem Spiel, Kevin Wimmer sieht sich ebenfalls als religiösen Menschen. Auch Marc Janko fühlt sich nach eigenen Angaben mit Gott verbunden. "Es ist aber nicht so, dass ich glaube, dass er irgendwo oben auf einer Wolke sitzt und auf uns herunterschaut. Ich habe da meine eigene Sichtweise."

Wieder einen anderen Zugang zur Religion hat Aleksandar Dragovic. "Ich glaube an Gott, aber gehe nicht in die Kirche und bete nicht vor einem Match. Ich bin nicht so religiös wie zum Beispiel David", erklärte der Innenverteidiger.

Im Gegensatz dazu kann György Garics mit dem Glauben an eine höhere Instanz gar nichts anfangen. "Ich respektiere die, die das tun, aber ich selbst bin nicht gläubig. Ich bin der Meinung, dass man im Leben alles selbst in die Hand nehmen muss."

Auch Stefan Ilsanker fühlt sich keiner großen Glaubensgemeinschaft verbunden. "Ich bin ein sehr pragmatischer Mensch, ich glaube nicht im klassischen Sinne an eine von unseren Weltreligionen. Aber da ist sicher 'etwas'. Was, das werde ich am Ende sehen", vermutete der Mittelfeldspieler von RB Leipzig.