Szenenbild aus "Independence Day: Wiederkehr"

Szenenbild aus "Independence Day: Wiederkehr"

Kultur

"Independence Day": More is less

In "Independence Day: Wiederkehr“ langweilt sogar die Apokalypse.

Die Aliens suchen die Erde wieder heim, so viel war klar. Und die US-Regierung schaltet mit glänzenden Augen sofort auf einen Krieg um, der Millionen Tote fordert, was aber keinen Kämpfer ernsthaft aus der Fassung bringen kann. That’s Entertainment! Desaster-Master Roland Emmerich legt mit "Independence Day: Wiederkehr“ (Kinostart: 14.7.) die Fortsetzung seines Alien-Invasionsspektakels von 1996 vor - mit noch mehr digitaler Destruktion, noch sinnfreieren Dialogzeilen und noch farbloseren Reißbrettfiguren und einem um Liam Hemsworth gruppierten B-Picture-Ensemble, das sich von potenziell begabteren Randfiguren wie Jeff Goldblum und Bill Pullman, die bereits im ersten Teil auftraten, oder Charlotte Gainsbourg nicht irritieren lässt.

Emmerichs "Wiederkehr“ vollzieht sich laut und absolut spannungslos - "planet-smashingly boring“ nennt auch der britische "Guardian“ den Film. So kollabieren die Städte, bis Amerika zurückschlägt und seine Banalheroen triumphieren. Jede Ähnlichkeit zu realem Terror ist hier tatsächlich rein zufällig.

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