Hört das nie auf? Wie wir lernten, die Hypo zu hassen

Hört das nie auf? Wie wir lernten, die Hypo zu hassen

Bald neun Jahre Berichterstattung, über 100 Artikel und eine bange Frage: Hört das nie auf? Willkommen im Paralleluniversum Hypo Alpe-Adria. Was 2006 mit der Aufarbeitung eines kleinen Kärntner Finanzskandals begann, sollte sich für Ulla Kramar-Schmid und Michael Nikbakhsh zu einer Lebensabschnittsaufgabe auswachsen.

Jeder fängt mal klein an. Wolfgang Kulterer zum Beispiel. Als er am 1. November 1992, kurz vor seinem 39. Geburtstag, zum Vorstandsdirektor der damaligen Kärntner Landes- und Hypothekenbank AG avancierte, war die Bank a) ein wirtschaftliches Leichtgewicht und b) Jörg Haider gerade nicht mehr Landeshauptmann. Tatsächlich war es ein gewisser Christoph Zernatto gewesen, der Kulterer in die Landesbank beordert hatte. Was Haider später gar nicht goutierte. Schon allein deshalb, weil Zernatto ÖVPler war und Kulterer aus dem Raiffeisensektor kam. Haider und Raiffeisen – das war stets vertieftes Misstrauen.


Das Geschäftsjahr 1992 schloss die Bank übrigens mit einer Bilanzsumme von nicht einmal 26 Milliarden – Schilling!

Jeder fängt mal klein an. Und manchmal wünscht man sich, es wäre dabei geblieben.

Videoblog Hypo-Tagebuch

Als die Landesbank im Frühjahr 2006 ob ihrer kreativen Buchführung im Gefolge verlustreicher Devisenspekulationen landesweit erstmals dicke Schlagzeilen machte, hatte sie sich längst zu einem bedeutenden Player im südosteuropäischen Raum ausgewachsen. So gesehen konnten die Verluste – erst war von knapp weniger als 200, dann doch von fast 300 Millionen die Rede – ja kein ernsthaftes Problem darstellen

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