Finanzmarktaufsicht straft Bankier Meinl:
Marktmanipulation bei Meinl European Land

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Finanzmarktaufsicht nun auch den gesamten Vorstand der Meinl Bank wegen so genannter Marktmanipulation in Zusammenhang mit den Wertpapier-Rückkäufen bei Meinl European Land 2007 abgestraft. Über Julius Meinl (der heutige Aufsichtsratschef war bis Ende 2007 Vorstandsvorsitzender), Robert Kofler und Peter Weinzierl sollen Strafen von jeweils 20.000 Euro verhängt worden sein. Die Bescheide sind nicht rechtskräftig. FMA und Meinl Bank wollten das gegenüber "profil" nicht kommentieren.

Wie das Magazin weiters berichtet, hat der Meinl-Skandal nun auch ein politisches Nachspiel. Donnerstag vergangener Woche adressierten Nationalratsabgeordnete um SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Wilhelm Molterer. Darin begehren sie unter anderem Auskunft darüber, "welche Schritte die FMA rund um die Causa Meinl unternommen" habe, "warum wurden keine Schritte unternommen" worden seien, um "mögliche weitere Schädigungen der Anleger zu verhindern" und wie "derartiges für den Kapitalmarkt höchst schädliches Agieren" zukünftig unterbunden werden soll. Darüber hinaus hinterfragen die SPÖ-Parlamentarier auch das Verhalten von "Staatskommissär" Peter Quantschnigg im Aufsichtsrat der Meinl Bank: "Seine Pflicht wäre es gewesen, bei zweifelhaften Organbeschlüssen des zu beaufsichtigten Kreditinstitutes unverzüglich Einspruch ... zu erheben", heißt es in der "profil" vorliegenden Anfrage.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen profil Nr. 30/2008!