Rechts: Kinder vor einer Schule in einem Dorf , das Ziel eines Angriffs wurde.

© Daniela Sala

Ausland
05/08/2021

Krieg im Nordirak: Unter Drohnen

Die Türkei führt im Nordirak einen Drohnenkrieg gegen die Milizen der PKK. profil hat mit den Menschen gesprochen, die mit der Angst leben, getroffen zu werden. [E-Paper]

von Bartholomäus vonLaffert

Neun Monate sind vergangen, seit der Krieg nach Kuna Masi kam. Der Himmel ist wieder still über dem kleinen Touristendorf in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak. Der Krater neben der Brücke ist zugeschüttet. In der Auslage des Dorfladens hängen bunte Gummifußbälle, Grillroste und Badetücher.

Doch hinter der Fassade sind die Spuren des Angriffs noch frisch. Kaiwan Kawa, 31 Jahre, steht in seinem Laden, hat die Ärmel hochgekrempelt und blickt zur Decke, wo Metallstriemen aus dem Beton ragen. Er ruft seinen siebenjährigen Sohn Hezhwan herbei, fährt ihm vorsichtig über den Kopf: „Sehen Sie hier, diesen Granatsplitter? Der liegt so nah an seinem Gehirn, dass er nicht operiert werden kann.“ Seine Tochter habe einen Gehörschaden erlitten, seine Frau, Peyman Talib, 31, ihr linkes Bein verloren. Bis heute sind an ihren Armen die roten Narben von den Verbrennungen zu sehen.

Opfer dieser Angriffe ist vor allem die indigene Bevölkerung in den Bergen, deren Leben bedroht ist und deren ökonomische Grundlage zerstört wird, wenn die Felder abbrennen oder Viehherden ausgelöscht werden.

Kamaran Osman, NGO-Mitarbeiter

Welche Spuren hat der Drohnenangriff hinterlassen? Lesen Sie die Geschichte eines kaum beachteten Krieges in voller Länge in der Printausgabe oder als E-Paper!

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.