Die Revolution der Wütenden

Die Revolution der Wütenden

Sie wählten Großbritannien aus der EU und Donald Trump zum mächtigsten Mann der Welt. Damit haben sie Erfolge errungen, die ihnen niemand zugetraut hätte. Für profil sind sie die Menschen des Jahres: Die Wutwähler.

Das ist die Geschichte einer Revolution, die lange nicht als solche erkannt wurde. Wenig verwunderlich, denn ihre Protagonisten sind in den Augen aller anderen keine noblen Recken, die sich aufschwingen, ein schreiendes Unrecht zu bekämpfen. Keine Visionäre, die an einer hehren Utopie bauen. Es ist eine anschwellende Masse von Leuten, deren politischer Wille wenig konkret scheint. Laut. Trotzig. Immer nach der Grenze des gesellschaftlich akzeptierten Konsens schielend. „Beklagenswerte“, („basket of deplorables“) nannte die demokratische Kandidatin Hillary Clinton einen Teil von ihnen in einer Rede während des Wahlkampfs. In Zeitungskommentaren, Essays oder Gesprächsrunden haben ihre Gegner andere Namen für sie gefunden: die Frustrierten, die Abgehängten, die Modernisierungsverlierer. Wütende, weiße Männer. Rassisten. Dumme. White Trash, der weiße Pöbel.

Wer wird Mensch des Jahres?

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